BRSG – Ihre Chance im Jahr 2022

Am 07. Juli 2017 wurde das Betriebsrentenstärkungsgesetzt (BRSG) verabschiedet – nun zündete der Meilenstein des verpflichtenden AG-Zuschusses am 01. Januar 2022. Bei Missachtung oder falscher Umsetzung haftet der Arbeitgeber. Problematisch hierbei: Die komplexe Umsetzung birgt für Arbeitgeber mit wenig Vorwissen in der Materie so manchen rechtlichen Fallstrick.

Viele Arbeitgeber haben in der Vergangenheit bereits einen freiwilligen Zuschuss zur bAV bezahlt. Teilweise prozentual aber auch oft in absoluten Beträgen. Sofern der freiwillige Zuschuss nicht in Abhängigkeit zur Sozialversicherungsersparnis oder mit einem Querverweis auf die Sozialversicherungsersparnis bezahlt wird, darf er nicht verrechnet werden. Eine Verrechnung oder Anrechnung eines freiwilligen Zuschusses mit einem später hinzukommenden BRSG-Zuschuss (AG-Verpflichtung) ist also nicht möglich! Einschlägige Urteile wurden in dieser Sache bislang noch nicht gefällt. Der sicherste Weg ist es allerdings, bereits bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarungen mit einem eindeutig formulierten Passus zu aktualisieren oder neu aufzusetzen – beispielsweise mit unserer Mustervereinbarung.

Ein Negativbeispiel: Ein Arbeitgeber zahlt bereits seit 2008 einen freiwilligen Zuschuss, entweder als absoluten oder prozentualen Beitrag. Ohne expliziten Hinweis, dass dieser aus der Sozialversicherungsersparnis finanziert wird, ist der Fall rechtlich nicht belastbar:

Angenommen, der Arbeitnehmer spart 100 Euro mit 20 Prozent Zuschuss – eingetragen werden 20 Euro und der Vertrag dynamisiert sich. In vielen Fällen erhöht sich der Sparbeitrag, aber der AG-Zuschuss wird nicht nachgezogen. Zum 01. Januar 2022 kam nun für diesen Bestandsvertrag ein verpflichtender AG-Zuschuss hinzu. Das Ergebnis: Eine Anrechnung ist nicht möglich – der AG zahlt doppelt.

Eine Anrechnung wäre dann möglich:

  1. In der Entgeltumwandlungsvereinbarung ist eine Anrechnungsklausel verankert.
  2. In der Entgeltumwandlungsvereinbarung gib es den klaren Hinweis, dass es sich um die Weitergabe der Sozialversicherungsersparnis handelt.
  3. In einer Versorgungsordnung ist der Zuschuss mit einer Anrechnungsklausel verankert.
  4. Man hat eine Entgeltumwandlungsvereinbarung benutzt, welche bereits beinhaltet, dass es sich um BRSG-Zuschuss handelt – in aller Regel Formulare ab 2018.

Weitere hilfreiche Dokumente für Sie:

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Vier mögliche Szenarien, Arbeitgeber zu erreichen:

  1. Sie verkaufen Ihren Arbeitgeber-Kunden den zusätzlichen Zuschuss und vereinbaren eine rechtssichere Versorgungsordnung. Dadurch binden Sie den Arbeitgeber an sich und sichern sich neuen Umsatz.
  2. Sie gehen auf Ihre Arbeitgeber-Kunden zu und sichten die Verträge ihres Bestands auf die korrekte Umsetzung des BRSG, damit sie nicht doppelt zahlen müssen. Als Gegenleistung erhalten Sie das bAV-Mandat.
  3. Sie sprechen aktiv neue Arbeitgeber an und gewinnen diese mit Ihrem Wissen als attraktive Neukunden.
  4. Sie gehen auf Ihre Endkunden zu und lassen sich von diesen Termine bei ihren Arbeitgebern geben.

Online-Schulung vom 19. Januar 2022

BRSG Online-Schulung

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Wenden Sie sich hierfür gerne unter hilfe@pension-benefits.de an das Team von Pension Benefits.

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