Sheabutter-Produktion in Krachi East – Ghana

Förderung von Kleinunternehmerinnen in Ghana

Etwa 75 Prozent der Frauen im Distrikt Krachi East in Ghana sammeln entweder Sheanüsse, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, oder sind in der Verarbeitung von Sheabutter beteiligt. Sheabutter ist ein wichtiger Bestandteil für eine Reihe von Produkten in der Süßwaren-, Kosmetik- und Pharmaindustrie und stellt daher ein hochwertiges Gut dar, mit dem Potential, gute Preise und ein profitables Einkommen zu erzielen. Allein im nördlichen Ghana verbessert die Sheabutter-Industrie die Einkommen und die Ernährungssicherheit von 900.000 Frauen.

Gemeinsam mit World Vision möchten wir den wirtschaftlichen Erfolg dieser Frauen mit Trainings und Schulungen unterstützen. So erhalten sie leichter Zugang zu Mikrokrediten und steigern ihre Chancen auf bessere Jobs.

Unser gemeinsames Engagement

Ziel ist es, die Frauen zu schulen und zu unterstützen, vor allem in Produktionsoptimierung, Kostenmanagement, Gerätewartung und Produktionstechnologien – wichtige Faktoren für eine bessere Sheabutter-Produktion. Darüber hinaus erhalten sie Trainings zu den Themen Unternehmensplanung und Managementfähigkeiten für ihre Betriebe. Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf lokalen Produktions- und Verarbeitungsteams, die es den Kleinunternehmerinnen ermöglichen sollen, konkurrenzfähig zu werden und bessere Preise am Markt zu erzielen. So können sie ihre Unternehmen auch nach Abschluss des Projekts nachhaltig fortführen.

Projektmaßnahmen

  • Verschiedene Trainings und Schulungen zur Herstellung von Sheabutter
  • Bereitstellung von Startmaterialien, z.B. Sheanüsse, Maschinen und Geräte
  • Vernetzung der Frauen untereinander und mit bereits erfolgreichen Unternehmerinnen im Sheabutter-Geschäft

Das Spendenprojekt im Überblick

Projektname
Projektname
Sheabutter-Projekt in Ghana, Krachi East
Sheabutter-Projekt in Ghana, Krachi East
 
 
Projektland
Projektland
Ghana
Ghana
 
 
Begünstigte
Begünstigte
100 Frauen und Mädchen und deren Familien
100 Frauen und Mädchen und deren Familien
 
 
Projektlaufzeit
Projektlaufzeit
12 Monate
12 Monate
 
 
Thematischer Fokus
Thematischer Fokus
Wirtschaftliche Förderung
Wirtschaftliche Förderung
 
 
Unterstützung durch Fonds Finanz
Unterstützung durch Fonds Finanz
30.000 €
30.000 €
 
 

Länderinformationen Ghana

In Westafrika, zwischen Togo und der Elfenbeinküste, liegt Ghana. Die Atlantikküste im Süden des Landes, die den Zugang zu Gold versprach, gab der ehemaligen britischen Kolonie auch den Namen „Goldküste“.
Bis auf zwei Hügelketten im Westen und Osten ist Ghana ein flaches, tropisch-heißes Land. Regenwald, Savannen und der Volta-See, einer der weltgrößten Stauseen, im Landesinneren prägen das Landschaftsbild. Vor allem in den Regenwaldgebieten hat sich eine große Pflanzen- und Artenvielfalt erhalten. Zwar werden für landwirtschaftliche Zwecke Waldbestände gerodet, zunehmend wächst aber das Bewusstsein für die Bedeutung von Naturschutz und Artenerhalt.

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Aktuelles

Juli 2020

Das Projekt konnte im Juni 2020 nach geänderten Bedingungen aufgrund der COVID-19 Situation abgeschlossen werden. Insgesamt wurden 130 Frauen im Alter zwischen 16 und 40 Jahren unterstützt. Am Programm nahmen damit 30 Friseurinnen und Kosmetikerinnen zusätzlich teil, die ihr praktisches Wissen als Mentorinnen weitergeben konnten. Obwohl viele der Begünstigten noch kein eigenes Unternehmen gegründet haben, unterstützen die jungen Frauen ihre Familien mit dem neu erlernten Wissen in den Bereichen Herstellung und Vermarktung von Sheabutter Produkten sowie Unternehmensführung. Auch die Einkommensperspektiven der Teilnehmerinnen nach Schulabschluss hat sich verbessert. Die teilnehmenden Mentorinnen, die bereits in der Praxis Erfahrungen sammeln konnten, konnten ihr Wissen erweitern und lernten wichtige Bestandteile der Unternehmensführung (u.a. Buchhaltungs- und Finanzierungsgrundlagen) für ihren laufenden Betrieb kennen, die bisher zu wenig Aufmerksamkeit fanden.

Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu erhöhen, wurden Partnerschaften mit staatlichen Organisationen geschaffen, wie z.B. das Business Advisory Center, die den Begünstigten weiterhin Unterstützung in einem möglichen Unternehmensaufbau zugesichert haben. Außerdem wurden Verbindungen zu relevanten Stakeholdern, wie Lieferanten, Einkäufer, Transportunternehmen oder Finanzinstitute geschaffen, um den Projektteilnehmerinnen die Beschaffung und den Verkauf von Sheabutter Produkten in Zukunft zu vereinfachen.

Die 19-jährige Patience hat am Trainingsprogramm teilgenommen. Sie unterstützt ihre Mutter bei der Sheabutter-Produktion mit ihrem erlernten Wissen und durch die nun bessere Qualität des Endproduktes konnte die Familie die gewonnenen Einnahmen erhöhen: "[…] ich bin froh, dass ich wirklich viel über die Verarbeitung von Sheabutter gelernt habe, was ich nie wusste. Die Art und Weise, wie ich an Sheabutter dachte, hat sich komplett geändert. Jetzt, da die Schulen wegen COVID-19 geschlossen sind, habe ich meiner Mutter geholfen, Sheabutter zu Hause herzustellen. Meine Mutter ist jetzt in der Lage, mehr Sheabutter zu produzieren, die sich auch auf dem lokalen Markt schneller verkauft, weil sie von besserer Qualität ist als die, die sie zuvor ohne meine Hilfe produziert hatte.“


März 2020

In der ersten Umsetzungsphase des Projekts wurden u. a. junge Mädchen der Tempane Senior High-School geschult. Nach sorgfältiger Überlegung beschloss die Projektleitung, das Projekt auf bereits etablierte Friseure und Kosmetikerinnen im ganzen Bezirk auszuweiten. Diese sollten den jungen Mädchen in der Schule als Vorbilder und Mentoren dienen. Das Ziel ist es, dass die Schülerinnen ihre hergestellte Sheabutter an die Friseure und Kosmetikerinnen verkaufen können. Durch die neu geschaffene Verbindung mit den Mentoren können die Schülerinnen vor allem in den Ferien mit den Unternehmen zusammenarbeiten, um ein gewisses Einkommen zu erzielen.

Den COVID-19 Reaktionsanweisungen von World Vision Ghana folgend, wurden die Projektaktivitäten für die nächsten vier Wochen eingestellt.

Oktober 2019

Nach der Schulung wurden zehn der Begünstigten des Projekts in ihren Gemeinden besucht. Ziel der Besuche war es, festzustellen, ob die Begünstigten in der Lage waren, die neu erworbenen Fähigkeiten zu nutzen: Die meisten jungen Frauen nutzten diese und konnten ihren Müttern helfen, eine qualitativ bessere Sheabutter herzustellen.

Bei einem Besuch der Begünstigten, die eine Start-Up-Ausrüstung erhielten, wurde mit Freude festgestellt, dass die Produkte und die Produktion in deren Gemeinden gefördert wurden.

Leider waren einige Teilnehmer nicht in der Lage, ihre Arbeiten weiter zu verrichten, was in erster Linie auf das Fehlen der notwendigen Einrichtungen in deren Gemeinden zurückzuführen ist. Im Rahmen des Projekts werden aber weitere Möglichkeiten zur Unterstützung mit mehr Ausrüstung geprüft.


Juli 2019

Das Projektteam führt eine Schulung zur Herstellung von Sheabutter-Seifen für Frauen im Sekundarschulbereich und außerhalb der Schule durch. Die Teilnehmerinnen wurden dabei in drei Gruppen eingeteilt:
Seifenproduktion (50 Frauen), Pomade und Cremes (25 Frauen) und Sheabutter-Verarbeitung (25 Frauen, die nicht mehr zur Schule gehen).

Bei einer Entrepreneurship- und Mentoring-Sitzung boten Spezialisten im Shea- und Waschmittelbereich den Frauen außerdem eine unternehmerische Orientierung sowie die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und mehr Wissen in der Branche zu sammeln.

Ziel ist es, die Teilnehmerinnen zu befähigen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen und zu betreiben. Neben dem Mentoring-Workshop gibt es dafür auch eine Plattform, die die Teilnehmer mit Sheabutter-Unternehmen verbindet.


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